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Letztes Jahr ungefähr um die gleiche Zeit habe ich euch das Starterset der Westdeutschen zu World War III Team Yankee vorgestellt (TL;DR: Schicke Sammlung, guter Start mit ein paar Schwächen). Ein Jahr später möchte ich das gleiche mit dem neuen Set der Ostdeutschen tun…oder doch der Polen, oder der Tschechen oder der Sowjets? Dazu mehr im Artikel!

Starter

 

Auch wenn die aktuelle Situation in der Ukraine dem einen oder anderen die Lust an modernen Kriegsszenarien rauben mag (was absolut nachvollziehbar ist, keiner hat Lust einen echten Krieg miterleben zu müssen!), bietet besonders das fiktive Szenario von WW3 Team Yankee eine spannende Gelegenheit sich in die Situation des historischen Kalten Krieges 1985 zu versetzen, indem politische Entscheidungen zu einer Eskalation der Gewalt führten (Für einen Überblick verweise ich auf die Artikel hier (historischer Hintergrund), hier (Material) und hier (Wie man spielt)).

Hier möchte ich euch nun eines der beiden neuen Startersets des Warschauer Pakts vorstellen. Der Warschauer Pakt beinhaltet dabei Einheiten, die ihr sowohl in der sowjetischen Armee als auch bei den Ostdeutschen (DDR) den Polen oder den Tschechen finden würdet. Daher sind die Sets auch für alle vier Fraktionen als Ausgangspunkt sinnvoll. Wobei der spezielle Starter der Sowjets durch seine speziellen Einheiten auch klasse ist, aber einen ganz anderen Ansatz verfolgt.

Neben den eigentlichen Modellen enthält die Box ein komplettes A5 Regelwerk und ein Start-Here Heft, in dem kurz Bauanleitung, Werte und Punkteaufstellung und Ergänzungsvorschläge präsentiert werden. Kurz, knapp und effektiv.

 

 

Leaflet 1
Leaflet 2
Leaflet 3
 
Leaflet 3
Leaflet 4
 
 

Im Gegensatz zur Box der Westdeutschen sind nur begrenzt Decals im Paket vorhanden. Es befinden sich nur Zahlen (kann man nie genug haben) und die Decals für das Flugzeug im Paket. Das macht aber auch irgendwo Sinn, da sonst für alle vier Fraktionen Decal-Packs vorhanden sein müssten. (Die Decal Packs sind extra zu erwerben und schlagen in der Regel mit knapp 10€ zu Buche. Sie genügen rein für Panzer auch eine Weile)

Decals

Dafür ist ein Haufen Einheitenkarten für alle Modelle vorhanden. Hier werdet ihr also versorgt.

Karten

Die Box enthält insgesamt 18 Modelle die zum Teil in verschiedenen Varianten gebaut werden können und kostet aktuell bei Fantasywelt 81€. Sie ist Teil des neuen Releases des Warschauer Pakts zusammen mit einer auf Infanterie fokussierten Box, doch dazu ganz am Ende mehr. Das ergibt einen ordentlichen Haufen Plastik. Ich habe es gar nicht mehr richtig in die Box für ein gepacktes Bild bekommen…

Plastikhaufen 1

Die einzelnen Gussrahmen können auf der Herstellerseite begutachtet werden, die Bilder sind dort besser. Sehr angenehm fällt auf, dass der T-72 gleichgeblieben ist, sodass alte Modelle nicht neben neuen unpassend wirken. Um die neuen Varianten abzubilden, wurde stattdessen ein Upgrade-Sprue entwickelt, der die fortgeschrittene Version des T-72B darstellt.

Auch hier empfehle ich zum Zusammenbau wieder Plastikkleber. Einzelne Resinteile für die Flugzeuge sind allerdings mit Sekundenkleber anzubringen.

Bild2.jpgZu den Modellen in der Box. Den Anfang macht der T-72. Dieser lässt sich in den Varianten T-72B oder T-72(M) bauen. Der Unterschied zwischen T-72 und T-72M ist im Spiel und am Modell irrelevant. Es handelte sich historisch gesehen nur um die Exportversion des sowjetischen T-72 Basismodells mit leichten Modifikationen. Der T-72 war vor dem Re-Release des Warschauer Pakts ein eher ungeliebtes Kind. Teurer als sein älterer Bruder, der T-55, aber nur minimal besser ausgestattet, fristete er spieltechnisch ein Nischendasein. Mit der Variante T-72B hingegen wird die Frontpanzerung bedeutend angehoben (FA 18) und das Geschütz ist auch in der Lage Raketen auf Lange Distanz abzufeuern. Außerdem erhält der T-72B eine Reaktivpanzerung (Diese ganzen kleinen Kästen) die ihm besonders gegen Infanterie besseren Schutz bietet (Panzerung 16 gegen HEAT Waffen). Dafür kostet ein einzelner Panzer ca. 4-5 Punkte, geradezu lachhaft gegen die 17 Punkte eines EINZELNEN Leopard 2A5…
Alles in allem ein gelungenes Update sowohl optisch als auch auf dem Spieltisch.

Bild3.jpgDer zweite Kampfpanzer ist der alte, aber verlässliche T-55. Die Gussrahmen bieten dabei die Option sowohl den modernisierten T-55AM2 oder klassischen T-55 zu bauen. Beide sind für alle Fraktionen nutzbar. Historisch gesehen ist der T-55 der meistproduzierte Panzer der Geschichte und seine Varianten sind in Teilen der modernen Welt (traurigerweise) immer noch im Einsatz. In Team Yankee funktioniert er nach dem Prinzip Masse statt Klasse. Während seine Front- und Seitenpanzerung den meisten modernen Geschützen wenig bis gar nichts entgegenzusetzen hat (Was insbesondere für die Basisvariante zutrifft) und umgekehrt auch das Geschütz des T-55 sich mit der Frontpanzerung eines Abrams, Leopard 2 oder auch T-72B schwertun wird, hat er doch die Chance durch seine schiere Anzahl in die Flanken des Gegners zu kommen und dort für Zerstörung zu sorgen. Dabei hilft, dass immer mindestens 5 Panzer vom Typ T-55 aufgestellt werden müssen. Dabei kostet der einzelne T-55AM2 zwischen 2-3 Punkten, während die Basisversion T-55 sogar nur 1-2 Punkte kostet. Wenn ihr also Bock auf einen gigantischen Parkplatz voller Panzer habt, ist der T-55 eurer Ding.

Bild4.jpg

Dazu gesellt sich eher unscheinbar die Scout-/Flugabwehr-/Panzerabwehr Einheit der Box. Ich schreibe das so konfus, weil ihr aus dem Gussrahmen tatsächlich alle drei Varianten Bauen könnt. Ich würde zur Flugabwehr oder Scouts tendieren. Brauchbar sind sie alle. Es bietet sich an durchaus noch eine zweite Box von diesen Fahrzeugen zu kaufen, da sie viel Unterstützungsarbeit leisten können.

Bild5.jpgKommen wir zum luftigen Teil, also den Luftstreitkräften in der Box. Den Anfang macht der allgemein beleibte Mil-Mi24 Kampfhubschrauber. Dieses Biest hat es in sich, abgesehen von seiner enormen Größe ist die Bewaffnung mit Panzerabwehrraketen eine echte Bedrohung für alle gegnerischen Fahrzeuge. Ihr Nachteil ist dabei, dass sie aufgrund ihrer üblichen Kampftaktik (Vorwärts immer, Rückwärts nimmer) eine sehr geringe Raketenreichweite aufweist. Das Modell ist etwas tricky im Zusammenbau, aber macht einiges auf dem Tisch her.  

Bild7.jpgEin weiteres neues Modell im Arsenal des Warschauer Pakts stellt die Su-17/22 dar. Auch hier ist der Unterschied in der Nummer hauptsächlich auf Exportversionen zurückzuführen. Dieser schicke Flieger (nicht mit der Mig-21 verwechseln!) bietet Luft-Boden-Nahunterstützung die er in Form von Flächenbombardements herabregnen lässt. Seine Bomben sind dabei auch für die modernsten Kampfpanzer gefährlich, ähnlich wie beim Tornado der Westdeutschen. Der Bomber hat auch die Option auf eine Langstrecken-Panzerabwehrrakete, was ihn noch gefährlicher macht. Es bleibt der Nachteil von Jets, die jede Runde auf die 4+ testen müssen, ob sie überhaupt erscheinen. Dennoch: NATO-Spieler täten gut daran ihre Luftabwehr gegen solche Bedrohungen aufzustocken!

FAZIT:
Die Box begeistert. Sie bietet einen ordentlichen Kern an Einheiten (T-72B) die mit Einheiten der zweiten Reihe (T-55AM2) komplettiert wird. Die Unterstützungseinheiten (Gaskin AA sowie die Helikopter und Flugzeuge) ergänzen die Hauptkampfeinheiten sinnvoll. Aufstellungstechnisch kommt die Box auf 43-51 Punkte je nach Nation und Ausrüstung. Auffällig: die anderen Boxen waren auf 100 Pkt. ausgelegt. Das ist wohl auch der Grund für die zweite veröffentlichte Warsaw Pact Starter Box. Bild8.jpgSie ist auch eine sinnvolle Ergänzung, denn man braucht eigentlich fast immer eine Infanterie Einheit im Spiel. Daher sei hier auch noch einmal kurz auf die Box hingewiesen.

Bild9.jpgFür alle Nationen (außer den Ostdeutschen) findet sich hier eine ganze Einheit Mechanisierte Infanterie, unterstützt mit den schon bekannten T-55AM2 sowie zwei weiteren Flugzeugen. Definitiv eine sinnvolle Ergänzung für Spieler des Warschauer Pakts oder der Soviets. Einzig: Wenn ihr NVA (also Ostdeutsche) spielen wollt, ist in diesem Pack die falsche Infanterie enthalten. Die Ostdeutschen haben nämlich ihre eigenen Infanterie Packs die optisch leicht abweichen.

Die Nationen des Warschauer Pakts sind eine Horden Armee, genauso wie ihre Anführer die Soviets. Daher geht der Einstieg hier etwas mehr ins Geld. Allerdings zwingt euch keiner 100 Punkte direkt zu spielen, zumal dies den Tisch auch sehr eng werden lässt. Zu Beginn spielen sich 50-60 Punkte Matches eigentlich am besten. Ich selbst bin über die 75 auch noch nicht hinaus gekommen.image017

Eine sinnvolle Option zur Ergänzung des vorgestellten T-72B Battalion wird im Begleitheft mit MEHR T-55, Sprandel Anti-Tank Fahrzeugen oder BMP-Scouts vorgeschlagen. Ich persönlich würde wie gesagt zu einer kleinen Infanterie Einheit oder eher mehr T-72B oder ganz anders: Einer Einheit Artillerie tendieren.

Ihr seht: Mit der Box habt ihr viele Optionen und könnt eure Nation auf der östlichen Seite des Eisernen Vorhangs aufbauen oder erweitern. Ich habe mir die Box gegönnt um meine NVA von einer Support Einheit für meine Soviets zu einer vollen Streitmacht auszubauen. Eventuell gibt es dazu auch einmal einen kurzen Artikel.

Na, jetzt mehr Lust auf Team Yankee oder Tabletop? Wir sehen uns am Montag ab 19 Uhr oder im Discord der Tabletopgilde 😉

Euer Tobi

Du interessierst dich für das Thema Tabletop-Spiele? Dann bist du hier genau richtig. Egal ob Anfänger*in oder erfahrene Spieler*in. Im Oktober wollen wir uns dem einsteigerfreundlichen System Warhammer - Age of Sigmar widmen. Hierzu starten wir eine „Pfad zum Ruhm Kampagne“, die sich insbesondere dazu eignet, mit einer kleinen Bande von Figuren zu starten und die Armee allmählich wachsen zu lassen.

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Eröffnungsevent: Montag, 03. Oktober

Solltest du es nicht zum Eröffnungsevent schaffen, ist das kein Problem. Ein Einstieg ist jederzeit möglich!

Was wird benötigt?

Vor allen Dingen Lust und Laune!

  • Grundregeln für das Spiel gibt es kostenlos in der Warhammer Age of Sigmar App (iOS & Android)
  • Figuren sind hilfreich. Für den Start sollten Start Collecting Boxen bzw. Vorhut-Boxen ausreichen. Solltet ihr keine Figuren haben und das Spiel einfach mal ausprobieren wollen gebt Bescheid. Es findet sich immer eine Lösung!
  • Armeegröße für alle die schon was mit den Punktwerten anfangen können. Angesetzt sind Spiele zwischen 500 und 1000 Punkte, wobei die Größe die beiden Spieler*innen gemeinsam vereinbaren.

Bei sämtlichen Fragen rund ums Spielen, Malen und Zusammenbauen helfen wir gerne weiter. Nutzt hierzu einfach das Kontaktformular oder kommt an einem Montag vorbei! Wir freuen uns auf euch!

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Du malst gerne Miniaturen, Büsten oder andere Figuren an? Dann bist du hier genau richtig! Egal ob du bereits seit Jahrzehnten leidenschaftlich malst oder gerade deine ersten Tabletop- / Brettspielfiguren mit etwas Farben versehen möchtest – Hauptsache du hast Spaß und deine Sammlung wird bunter!

Im Mai geht die Challenge mit dem Motto „Nicht von dieser Welt!“ in die Dritte Runde. Dabei soll eine kleine Szene erstellt und/oder ein Charaktermodell bestmöglich bemalt werden, das irgendwie zu dem Motto passt. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt hierzu auch gern einen kleinen Text oder eine Geschichte verfassen, die den Zusammenhang erläutert (sofern er nicht offensichtlich ist). Falls ihr also noch etwas besorgen möchtet oder auf der Suche nach einer Idee seid, habt ihr noch genug Zeit euch vorzubereiten. Nur mit dem Malen (und ggf. Basteln) könnt ihr erst im Mai beginnen, wenn der Code für die Fotos bekannt ist 😉

Zu Gewinnen gibt es diese Büste:

büste1

Da die Farbe im Vordergrund steht und wir keine Bewertung eurer Malkünste vornehmen (wollen), entscheidet das Los darüber, wer den Preis gewinnt! Jede Einreichung erhält ein Los, wobei Kreativität mit einem extra Los belohnt wird. Wer das möchte, sollte allerdings etwas mehr bieten, als nur irgendeine Figur aus einem Fantasy- oder Sci-Fi-Universum zu bemalen 😉 Bestenfalls kann also jede:r maximal 2 Lose erhalten.

Zum Mitmachen müsst ihr ein Vorher-Nachher-Bild eurer Einreichung machen, auf denen jeweils auf einem handschriftlich beschriebenen Blatt der zu nennende Code zu lesen ist. Für das Vorher-Bild dürfen die Figuren bereits grundiert sein. Die Bilder dann einfach per Mail (bis spätestens 31.05.2022, 23:59 Uhr) an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Der Code wird hier am 01.05. bekannt gegeben.

Der Gewinner wird im Juni bekannt gegeben und per Mail kontaktiert.

Wenn ihr Fragen zum Malen habt oder euch Tipps holen wollt, dann schaut doch einfach an unserem „Wet Palette Wednesday“ vorbei!

Wir freuen uns auf eure Einreichungen!

Du malst gerne Miniaturen, Büsten oder andere Figuren an? Dann bist du hier genau richtig! Egal ob du bereits seit Jahrzehnten leidenschaftlich malst oder gerade deine ersten Tabletop- / Brettspielfiguren mit etwas Farben versehen möchtest – Hauptsache du hast Spaß und deine Sammlung wird bunter!

Im Januar starteten wir mit der ersten Challenge. Es ging darum möglichst viele Figuren zu bemalen. Insgesamt wurden 147 Figuren von 8 Enthusiasten bemalt. Natürlich gab es auch einen Preis, der unter allen Teilnehmern ausgelost wurde. So kam es, dass ironischer Weise, ein Teilnehmer mit nur einer bemalten Figure gewann. Mitmachen lohnt sich also!

Paint Challenge

Diesen Monat findet das ganze unter dem Motto „Bringe fertig was du begonnen hast!“ statt. Das heißt, es ist Zeit die teilweise bemalten Figuren zu suchen und fertigzustellen (oder völlig neue zu beginnen). Dazu solltet ihr mindestens einen sichtbaren Arbeitsschritt vollführen (Grundfarbe auftragen, Schattierungen setzen, Highlights setzen, Base gestalten etc.). Da die Farbe im Vordergrund steht und wir keine Bewertung eurer Malkünste vornehmen (wollen), entscheidet das Los darüber, wer den Preis gewinnt!

Je nachdem, wie viele Figuren ihr fertig gestellt habt, bekommt ihr eine unterschiedliche Anzahl an Losen. Ihr könnt also eure Gewinnchance erhöhen, indem ihr mehrere Figuren fertigstellt (siehe Tabelle). Maximal können so 5 Lose durchs Malen ergattert werden, wobei die Person mit den am meisten bemalten Figuren ein Sonderlos erhält. Eine Person hat also die Möglichkeit 6 Lose zu erhalten!

Anzahl bemalter Figuren

1

5

20

40

60

Lose

1

2

3

4

5

Anzahl der Lose in Abhängigkeit der fertiggestellten Figuren

Zum Mitmachen müsst ihr ein Vorher-Nachher-Bild eurer Figuren machen, auf denen jeweils auf einem handschriftlich beschriebenen Blatt der zu nennende Code zu lesen ist. Für das Vorher-Bild dürfen die Figuren bereits grundiert sein. Die Bilder dann einfach per Mail (bis spätestens 03.04.2022, 23:59 Uhr) an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Der Code lautet: #FSWue - finish what you started!

Der Gewinner wird im April bekannt gegeben und per Mail kontaktiert.

Wenn ihr Fragen zum Malen habt oder euch Tipps holen wollt, dann schaut doch einfach an unserem „Wet Palette Wednesday“ vorbei!

Du malst gerne Miniaturen, Büsten oder andere Figuren an? Dann bist du hier genau richtig! Egal ob du bereits seit Jahrzehnten leidenschaftlich malst oder gerade deine ersten Tabletop- / Brettspielfiguren mit etwas Farben versehen möchtest – Hauptsache du hast Spaß und deine Sammlung wird bunter!

 painting challenge

In dieser Challenge gibt es zwei Kategorien. In der Kategorie „Showcase“ gilt es eine Figur, Büste oder kleines Diorama zu bemalen und einzureichen. Ziel ist es, bei der Bemalung einer einzelnen Figur bzw. Erstellung einer Szene das Beste zu geben. In der zweiten Kategorie „Ready to Play“ hingegen sollen möglichst viele Figuren bemalt werden, so dass eure Spiele künftig bunter sind! In beiden Kategorien gilt: Ihr entscheidet dabei selbst wie weit ihr beim Malen gehen wollt. Allerdings sollte jede Figur mit mindestens 3 Farben bemalt sein – immerhin wollen wir die Welt bunter und nicht monochromer machen ;).

Natürlich wird es für beide Kategorien auch jeweils einen Preis geben (eine Büste für die Kategorie „Showcase“ und ein Terrainstück für die Kategorie „Ready to play“). Da die Farbe im Vordergrund steht und wir keine Bewertung eurer Malkünste vornehmen wollen, entscheidet das Los darüber, wer den Preis gewinnt!
In der Kategorie „Showcase“ erhält jede Einsendung ein Los (maximal ein Los pro Person). In der Kategorie „Ready to Play“ könnt ihr eure Gewinnchance erhöhen, indem ihr mehrere Figuren bemalt (siehe Tabelle). Maximal können so 5 Lose durchs Malen ergattert werden, wobei die Person mit den am meisten bemalten Figuren ein Sonderlos erhält. Eine Person hat also die Möglichkeit 6 Lose zu erhalten!

 Anzahl bemalter Figuren 1 5 10 20 40
 Lose 1 2 3 4 5

Anzahl der Lose in Abhängigkeit der bemalten Figuren für die Kategorie „Read to Play“

Zum Mitmachen müsst ihr ein Vorher-Nachher-Bild eurer Figuren machen, auf denen jeweils auf einem handschriftlich beschriebenen Blatt das zu nennende Codewort zu lesen ist. Für das Vorher-Bild dürfen die Figuren bereits grundiert sein. Die Bilder dann einfach per Mail (bis spätestens 31.01.2022, 23:59 Uhr) an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Das Codewort lautet: #FSWuePaintChallenge

Der Gewinner wird im Februar bekannt gegeben und per Mail kontaktiert.

Wenn ihr Fragen zum Malen habt oder euch Tipps holen wollt, dann schaut doch einfach an unserem „Wet Palette Wednesday“ vorbei!

Am Sonntag 28.11. fand im FSWue ein kleines aber feines X-Wing Turnier statt. Gestartet hatten wir die Idee, nachdem im Oktober einige Spieler beschlossen, endlich wieder ihre Jäger zu entmotten und den Dogfight zu wagen. Der Entschluss ein kleines internes Turnier zu veranstalten war gefasst!

Zu dem Zeitpunkt waren es noch knapp 15 Spieler, die sich den Termin für das Turnier freihalten wollten. Da aber Covid gerne Pläne über den Haufen wirft, waren es letztendlich nur 7 Teilnehmer, die sich am Morgen des 28.11 im Vereinsheim eingefunden hatten. Wir waren aber froh das Turnier überhaupt stattfinden lassen zu können. Ich sprang noch als 8 Spieler außerhalb der Wertung ein und das Turnier konnte starten.

Das Teilnehmerfeld bestand aus „alten Hasen“, die aber größtenteils in der Zeit des Lockdowns den Anschluss verloren hatten, und Anfängern, die hier ihr erstes Turnier bestritten. Die Veranstaltung war daher bewusst entspannt ausgelegt.

Als kleiner Ansporn für die kommenden Gefechte standen die Pokale direkt von Beginn an bereit.

1

Jeder Teilnehmer hatte sich vorher Gedanken zu seiner Einheiten-Liste gemacht und welche der sieben Fraktionen er ins Feld führen möchte. Grundsätzlich kann man Listen aus verschiedenen Piloten und Ausrüstungskarten zusammenbauen, die jeweils einen unterschiedlichen Punktewert besitzen. Diese Staffeln dürfen aber einen Wert von 200 Punkten nicht überschreiten.

Im Spiel gibt es keine besonderen Missionen, die erfüllt werden müssen, sondern jeder versucht möglichst viele Schiffe und somit Punkte des Gegners zu zerstörten. Durch die Punktedifferenz am Ende des Spiels wird der Sieger bestimmt.

 

Erstes Spiel:

Normalerweise werden die Paarungen der ersten Runde zufällig eingeteilt. Da aber vier Spieler wohl noch eine Rechnung offen hatten, wurden zwei der Duelle durch Herausforderungen festgelegt. Ein Großteil der Listen stellte fünf oder mehr Schiffe auf die Matte. Dadurch kam es regelmäßig zu eindrucksvollen Zusammenstößen auf der Spielmatte zwischen diesen sogenannten „Schwärmen“, also Listen die aus vergleichsweise vielen Fliegern bestehen.

2

Pause:

Nachdem die erste Schlacht geschlagen war, tat sich fast jeder gütlich an einer Stärkung vom netten Sandwichimporteur von nebenan, der zum Glück auch sonntags offen hat. Denn es standen ja noch zwei Gefechte aus. Mit Bekanntgabe der nächsten Begegnungen wurde die Dönerpause beendet und es wurde wieder spannend.

 

Zweites Spiel:

Neben den berüchtigten Schwarm Listen, waren auch ein paar Listen vertreten, die aus 3 „Assen“ bestanden. Diese zeichnen sich grundsätzlich durch eine geringere Anzahl an Schiffen in der Staffel aus. In einem Match zwischen den zwei unterschiedlichen Listen Typen, versucht der Ass-Spieler möglichst den Schwarm auszutanzen, indem er seine Fähigkeiten nutzt um aus dem Schussfeld des unflexibleren Schwarms herauszukommen und selbst Treffer zu landen.

3

In der zweiten Runde hatte die Spieler der klassische Turnier-Spirit erfasst. Alle waren Feuer und Flamme. Viele Spiele waren bis kurz vor Ende noch nicht entschieden.

 

Drittes Spiel:

Unser Turnier war auf drei Runden angelegt, also stand nun das Finale an. Der Endkampf an der Turnierspitze fand „überraschenderweise“ zwischen zwei Schwarmlisten statt.

Die beiden Oberbefehlshaber entschieden sich für die komplizierteste und anspruchsvollste Taktik die der Raumkampf zu bieten hatte: Sie stellten sich direkt gegenüber auf und flogen geradeaus aufeinander zu. Durch diesen sogenannten „Tjost“ kam es zu einer wilden Materialschlacht und die Staffeln beschossen sich Runde um Runde mit allem was sie zu bieten hatten. Allerdings bewies die Republik eine „dickere Haut“ als die Rebellen und konnte sich durch Raffinesse und Erfahrung ganz knapp den Sieg sichern.

Durch den Charme der Pokale waren natürlich auch die Spiele für Platz 2 oder 3 interessant. So gab es auch eine seltene Auseinandersetzung zwischen zwei Listen die aus Assen bestanden, nämlich Rebellen gegen die Erste Ordnung.

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Wie knapp es in manchen Spielen zuging, kann man gut am unten dargestellten, wichtigen Mienenabwurf eines Bombers der ersten Ordnung sehen. Die Miene verfehlte nur ganz knapp den Flieger der Republik und konnte somit keinen Schaden anrichten. Allerdings lernten die anderen Piloten der Bombenstaffel daraus und ließen danach keine Gnade mehr walten. Die Flieger der Jedi-Ritter gingen in einem Meer aus Mienen unter.

5

Als dann auch das letzte, harte Gefecht geschlagen war, freuten sich die Spieler auf die wohlverdienten Belohnungen.

 

Preisverleihung:

Unser Preistisch mit offiziellen Promokarten und Schablonen stellte sicher, dass niemand leer ausging. Da aber die meisten Teilnehmer auf die Pokale scharf waren, wurden die Ergebnisse bis zur Verleihung geheim gehalten, um es super spannend zu machen.

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Jeder Teilnehmer durfte sich ein Paket im hinteren Bereich vom Tisch nehmen, das aus limitierten Ausrüstungskarten bestand und zusätzlich 4 limitierte Pilotenkarten nach Fraktionswahl, die im vorderen Bereich vom Tisch zu finden waren, Wahnsinn!

Nur den drei vorderen Plätzen war es vergönnt, die Pokale mit weiteren Preistokens und Schablonen an sich zu nehmen. Bei den Platzierungen ging es sehr knapp zu. Es gab niemanden, der sich wirklich absetzen konnte oder der abgeschlagen war. So entschieden am Schluss wenige Punkte zwischen dem Treppchen und dem undankbaren vierten Platz.

7

Schlusswort:

Ich habe mich gefreut endlich mal wieder ein Turnier organisieren zu dürfen. Hiermit auch Danke an jeden, der teilgenommen hat. Ich habe mich besonders über den Wagemut der Anfänger gefreut, die durchaus beachtliche Ergebnisse erzielten. Die Atmosphäre war entspannt und jeder wirkte am flüssigen Ablauf des Events mit.

Das Turnier wurde über T3 organisiert, dort sind auch die Ergebnisse zu finden.

https://www.tabletopturniere.de/t3_tournament.php?tid=28577

Wenn möglich soll es auch in Zukunft weitere Termine geben und ich freue mich natürlich auch über jeden neuen Mitspieler. Solltet ihr Interesse an X-Wing haben könnt ihr euch gerne an unsere Tabletop Abteilung wenden, wir organisieren euch eine Demorunde. Wollt ihr mehr Turnierberichte? Dann schreibt uns gerne über das Kontaktformular.

 

Fly casual

Matthias F. (Wolfir)

Allmählich fühlt es sich so an, als hätte Deutschland Corona unter Kontrolle. Am Wochenende konnten wir unser erstes Infinity Turnier seit zwei Jahren abhalten, das zum Anlass des Geburtstags zweier unserer Mitglieder auch als Geburtstagsballerei bezeichnet werden durfte. Da alle Teilnehmer vollständig geimpft waren und Türen und Fenster zu Belüftungszwecken andauernd offen standen, konnten wir auf eine Maskenpflicht am Platz weitesgehend verzichten. 

 Geburtstagturnier

Wer sich jetzt fragt: Hä? Was is denn Infinity? Dem sei dieser und jener Artikel empfohlen und natürlich die schicke Infinity-the-Universe Website auf der es auch etwas zum Hintergrund gibt. Übrigens das Regelwerk von Infinity und Code One (dem Einsteigersystem) gibt es komplett kostenlos zum Download.

Zurück zum Turnier: Wir spielten drei Runden nach regulären Infinity Turnier Regeln. Die Missionen waren Coutermeasures, Unmasking und Beaconland (ja BEACON, nicht BACON).

In COUNTERMEASURES gibt zu Beginn drei verschiedene Missionsziele, die zufällig aus einem Deck mit 20 verschiedenen Zielen gezogen werden. Jeder Spieler kann am Anfang seines Zuges eines dieser Ziele abwerfen und ein neues Ziel ziehen. Wenn Ziele von einem Spieler erfüllt werden, nimmt sich der Spieler die entsprechende Karte und punktet. Es gewinnt der Spieler, der die meisten Missionen geschafft hat. Durch den Zufallsfaktor bleibt das Spiel sehr dynamisch und fordert von den Spielern gleich zu Beginn hohe taktische Flexibilität.

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Die zweite Mission, UNMASKING, gibt den Spielern die Aufgabe unter drei gegnerischen Zivilisten den Geheimnisträger zu finden und zu eliminieren. Dafür muss dieser aber erst identifiziert werden, wofür an der Mittellinie des Spielfelds drei Terminals positioniert sind, die jeweils über einen gegnerischen Zivilisten Informationen enthalten. Es gewinnt der Spieler, der seinen eigenen Geheimnisträger schützen und die gegnerischen Zivilisten identifizieren und entsprechend ausschalten kann. UNMASKING ist eine der stimmungsvollsten Missionen durch die Einbindung der Zivilisten und dem starken Black Ops Charakter. Spielerisch ist sie ebenfalls sehr spannend und anspruchsvoll. So ist es von hoher Wichtigkeit den richtigen Mix aus Zielorientierung (also Zivilisten identifizieren und ausschalten) und dem Aufhalten und Stören des Gegners zu finden. Wer sich zu einem Blutrausch hinreißen lässt, dem fehlen meist am Ende die Ressourcen um die Mission noch vor Spielende zu erfüllen.

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Die letzte Mission ist eine von Tobis Lieblingsmissionen, auch wenn keiner so richtig versteht warum. BEACONLAND gibt den Spielern einen Haufen Signalemitter in die Hand, die sie auf dem Spielfeld, am besten in Richtung der gegnerischen Aufstellungszone, verteilen sollen. Ob damit ein orbitales Bombardement vorbereitet wird oder das Team ein Spionagenetzwerk einrichtet, bleibt der Fantasie der Spieler überlassen. Hier ist die Analyse der feindlichen Aufstellung und besonders wie man diese umgeht von großer Bedeutung. Irgendwie will man ja seine Signalemitter in die gegnerische Aufstellungszone bringen, möglichst ohne dabei seine kostbaren Spezialisten zu verlieren.

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Zwar nur ein kleiner Neuanfang der Turnier-Spielerein im Tabletop Bereich, aber unsere sechs Spieler hatten ordentlich Spaß und bereiten sich schon auf die nächste Herausforderung vor. Hoffentlich bald wieder in größerem Rahmen. Wir freuen uns natürlich auch immer über neue Mitspieler, wenn ihr also Bock habt Tabletop oder Infinity mit uns auszuprobieren, meldet euch einfach und kommt vorbei.
Hier jetzt noch ein paar Bilder vom Event:

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Jetzt ist doch schon einige Zeit vergangen, seit der hier ein neuer Tabletop Artikel entstanden ist. Nachdem heute aber etwas brandneues auf meinen Schreibtisch geflattert ist, was mich wirklich begeistert hat, dachte ich mir ich schreibe euch mal ein Review hierzu:

Es geht um die Westdeutsche Starterbox für Team Yankee:

Box Cover

Die Westdeutschen sind die vierte große Starterbox (nach Briten, Amerikanern und Soviets), die seit der zweiten Edition herausgekommen ist. Und mit Groß meine ich wirklich groß:

Höhe der Box 11,7cmMit 11,7cm Deckelhöhe macht die Box optisch und haptisch einiges her (bietet sich Super als Geschenk an) und das Beste ist, die Box ist nicht nur außen „Hui“ sondern innen auch wirklich vollgepackt mit Plastikgußrahmen:

Dabei sollte bemerkt werden, dass die Westdeutschen in Team Yankee die Elitetruppen der NATO darstellen. In der Regel sind die Truppen der Bundeswehr massiv in der Unterzahl gegenüber ihren Gegenspielern. Aber dazu später wenn wir auf die einzelnen Modelle eingehen. Es sei schon einmal vorweg gesagt, dass die hier enthaltenen Truppen eine Spielfertige Liste ergeben, die durchaus ein ausgeglichenes Match mit den anderen Starterboxen bieten kann.

Aber was ist noch drin in dieser Starterbox? Hat mich das Volumen schon begeistert, kommt jetzt der Grund warum man hier wirklich von einer Starterbox sprechen kann: Während andere Hersteller entweder nur beschränkte Regeln in ihre Starter packen oder umgekehrt bockelschwere Wälzer, die im Alltagsgebrauch gänzlich unnütz sind, legt Battlefront (der Hersteller) hier direkt eine A5 Softcover Version ihres sonst kostenpflichtigen Regelwerks bei. Hier fehlt nichts verglichen mit dem für knapp 20€ erhältlichen Hardcover, inklusive Index, Missionstabellen und Kurzreferenz. Einziger Wehmutstropfen: weil die Box so voll ist, kann es passieren, dass das Regelwerk ein paar kleinere Macken am Einband hat, insbesondere wenn der Paketdienst es ein paar Mal fallen lassen hat.

Das Regelwerk und dazu noch die Decalbögen

Aber gleich durch das Regelbuch lesen? Naja zuerst wollen ja die Modelle zusammengebaut werden. Da hilft das schön aufgemachte und aus überraschend hochwertigen Papier gedruckte „Start Here“ Heft:

Starterheft Front
Start Here Heft Rückseite
 

Innenseite

Das Heft tut genau das wofür es da ist: Einen Überblick über die in der Box enthaltenen Einheiten bieten (inklusive Hintergrund), den Aufbau erklären, die Spielbare Liste darlegen und auf Regeln verweisen und nicht zuletzt bietet es eine Anleitung zur Erweiterung der Box bzw. macht Appetit auf mehr. Es ist mehr als nur ein einfaches Werbeheftchen nach dem Motto: „Kauft mehr!“ Es kombiniert sinnvoll Werbung und Information während es gleichzeitig einen hochwertigen Eindruck vermittelt.

Für alle Modelle in der Box sind weiterhin auch die Einheitenkarten (die im Heft schon einmal abgebildet wurden) enthalten. Auf Basis der Karten kann man auch ohne das Armeebuch der Westdeutschen problemlos seine Formation im beschränkten Rahmen erweitern oder umstrukturieren. Die Karten selbst sind dabei natürlich auch ein sehr hilfreiches Gimmick beim Spielen.

Spielkarten zur Box

Nun wollt ihr vermutlich auch noch die ganzen Gussrahmen sehen. Aber da ich die bei weitem nicht so gut ablichten kann wie der Hersteller das getan hat, würde ich an dieser Stelle einfach auf die Produktwebsite verweisen.PVC und ResinteileDort sind auch detaillierte Anleitungen zum Zusammenbau Schritt für Schritt, sowie Detailansichten der Miniaturen im bemalten Zustand zu finden.

Zum Zusammenbau empfiehlt sich übrigens sowohl ein Plastikkleber als auch ein Sekundenkleber, denn einige Teile wie die Flugbases, die Panzerkommandanten und der Granatwerfer des Tornado lassen sich mit Plastikkleber nicht optimal verkleben, weil sie aus einem anderen Kunststoff sind.

Verlieren wir nun mal ein paar Worte zu den einzelnen Modellen im Kontext des Spiels:
Wie gesagt sind die Westdeutschen eine Elite Armee. Das ist gut, wenn man einen beschränkten Geldbeutel hat und gerne richtig starke Einheiten spielt. Gegen große Horden an Gegnern kommt aber so eine Elite Armee schnell ins schwimmen, da jeder Verlust ihrerseits deutlich schwerer wiegt. Verglichen mit den anderen Starter Boxen haben die Westdeutschen mit 17 Modellen im Set mehr als die Soviets (16) und weniger also die Amerikaner (18) und Briten (19 und mit 7 Kampfpanzern auch die schwerste Box) Fahrzeuge im Deal. Auffallend ist, dass die Westdeutschen keine Luftabwehr mitbringen und dafür zwei recht fragile Lufteinheiten. Das könnte zu einem recht interessantem Matchup mit den anderen Starterboxen führen. Alle Boxen bilden nämlich eine 100pkt Streitmacht, was in etwa das übliche Spiel- und Turnierformat darstellt. Kleinere Spiele um 60 oder 75 Punkte sind jedoch auch problemlos spielbar und gehen schnell von der Hand.

Leoopard 2A5Die einzelnen Modelle der Westdeutschen sind dabei nicht nur ein Augenschmaus, sie können auch was. Allen voran der zweitteuerste Panzer im Spiel der Leopard 2A5. Mit 17 Punkten pro Panzer schlägt er gewaltige Lücken ins Budget. Dafür ist seine Frontpanzerung für nahezu alle zeitgenössischen Panzer undurchdringlich, nur der amerikanische M1A1HC mit seinen abgereichteren Uran Geschossen kann hier eine ernsthafte Delle rein machen.

Im Spiel wird sich euer Gegner die Zähne an der Front ausbeißen, lasst ihn jedoch nicht in die Flanke eurer Kampfkatze. Zwar ist der Leo 2A5 auch hier besser geschützt als die meisten seiner Zeitgenossen, aber das ist seine Achillesferse. Ihr bekommt 3 Stück von diesen Biestern und mehr werdet ihr vermutlich auch auf absehbare Zeit nicht benötigen.

Schön: Im Modellbausatz ist eine kurze Kanone für den Leo 2A5 enthalten, aber auch die längere Kanone für seinen Nachfolger den Leo 2A6 für den es allerdings keine Spielwerte gibt. Wem aber der Stummel nicht gefällt, kann einfach das größere Geschütz montieren.

Leopard 2Der zweite Main Battle Tank (MBT) ist der Vorgänger Leopard 2A4 (Im Spiel einfach als Leopard 2 betitelt). Erkennbar an den vertikalen Turmkanten und dem anders gestalteten Panzerschürzen. Der Leopard 2 hat die gleiche Kanone wie sein oben behandelter Nachfolger, wodurch er in Team Yankee die Frontpanzerung der meisten Soviet-MBT direkt durchschlägt. Bei den sogenannten Generation 3 Panzern wie dem M1A1 der Amerikaner oder dem Challenger der Briten wird das aber auch zum Glücksspiel.

In diesem Set dient der Leopard 2 als Unterstützungspanzer zu seinem großem Bruder und soll den Gegner am besten durch seine Beweglichkeit in Bedrängnis bringen. Ihr bekommt 2 davon im Set. Da der Leo 2 im Spiel mit 11 Punkten auch relativ teuer ist, solltet ihr eher eine Auswahl zwischen dem 2A5 oder dem Leopard 2(A4) treffen. Aber hey, schick ist er definitiv.

Der eine oder andere mag sich bereits gefragt haben, was es eigentlich mit dieser Panzeraufklärungseinheit auf sich hat. Bisher gab es nur Panzer, wo ist da bitte Aufklärung. Die findet sich in Form des Marder 2 Spähtrupps. Dieser besteht aus je zwei Marder 2 Schützenpanzer, die als schwere Aufklärer für die Panzertruppe dienen.

Wem der Marder 2 unbekannt ist, der braucht sich nicht wundern. In der Realität wurde die Entwicklung des Marder 2 im Lauf der 1990er eingestellt (der heute in der Bundeswehr genutzte Puma basiert auf dem Marder 2 und dem Versuchsträger Puma). Bis auf zwei Versuchsträger wurde nie ein Marder 2 in gebaut oder in Dienst gestellt.

In Team Yankee könnt ihr diese Schützenpanzer oder IFVs (Infantry Fighting Vehicle) der nächsten Generation dennoch ins Feld bringen. Und zwar mit einer 30mm oder 50mm Maschinenkanone, wobei letztere sogar die MBTs der ersten, und teilweise zweiten Generation (sprich T-55 und T-72) die vor allem bei den Soviets große Beliebtheit erfahren, bedrohen kann. Die Marder 2 sind eine interessante Auswahl, von der ihr 4 in der Box erhaltet. Das ist besonders toll, weil ihr so auch genug Marder 2 für einen Infanterietrupp erhaltet und so in eurer Armeezusammenstellung flexibler werdet. Die Karte für den Infanterietrupp ist aber leider nicht in der Box.

M109GA3Friedrich der Große soll gesagt haben: „Artillerie verleiht der widerwärtigen Klopperei des Krieges etwas Würde.“ In diesem Sinne haben auch die Westdeutschen die M109G Feldhaubitzen erhalten (die ihr auch in der Variante M109GA3 wie hier abgebildet bauen und einsetzen dürft).

In Team Yankee bedroht Artillerie vornehmlich leichte Fahrzeuge und Infanterie, gegen Panzer stellt sie ein Glücksspiel dar. Mit der M109GA3 könnt ihr jedoch auch MBTs in der Seitenpanzerung gefährden. Jedoch solltet ihr bedenken, dass die Panzerung eurer Feldhaubitzen aus Papier hergestellt wurde und schon bei kritischer Betrachtung durch Maschinenkanonen oder gar Panzergeschütze in sich zusammenfällt. In der Box sind drei M109 enthalten, was eine gute Zahl ist. Wenn man Infanterie ziemlich sicher auslöschen will, kann man auch eine weitere Box Artillerie kaufen und sechs von diesen Biestern aufstellen.

Verbunden mit der vorgenannten Feldartillerie ist auch der einzelne M113 APC (Armored Personal Carrier), der hier als Artilleriebeobachter (Forward Observer) eingesetzt wird. Im Grunde vereinfacht er euch das Zielen auf gegnerische Einheiten, da ihr von ihm ausgehend für eure Artillerie Ziele auswählen dürft. Verbunden mit dem hohen Fähigkeitswert der Westdeutschen sind das ziemlich sichere Angriffswürfe.

Zum M113 ist nicht viel zu sagen: Nur mit einem MG bewaffnet und mit Aluminium Blech gepanzert hält das Teil nicht wirklich lange im Feuergefecht. Aber seine Schnelligkeit und der Kleinwaffenschutz haben den M113 zum weitverbreitetsten APC der Welt werden lassen. Auch in Team Yankee gilt, man kann nie genug von diesen Dingern haben um seine Infanterie dort hinzubringen, wo man sie braucht.

Wir kommen zu den Lufteinheiten der Box und damit zunächst zum PAH-1, einem reinen Panzerjäger, dessen HOT-Missile-System auch die neueste Generation Panzer noch effektiv bedrohen kann. In der Realität hält sich der PAH im Tiefflug hinter Baumreihen und Häusern versteckt bevor er kurz zum Angriff auftaucht und dann wieder verschwindet (Da gibt es ein tolles Bundeswehr Classix Video auf Youtube).

In Team Yankee wird das durch die nützliche „Hunter-Killer“ Regel realisiert. Bis der PAH das erste Mal geschossen hat, kann man ihn sehr gut verstecken. Da es sich bei dem Helikopter jedoch effektiv um eine Zivilmaschine handelt an die man Raketen angeschraubt hat, ist er äußerst anfällig für Bleivergiftete Luft, quasi der Inbegriff der Glaskanone. Mit der dritten Generation MBTs wurde er in Team Yankee tatsächlich eine vernünftigere Auswahl. Ich denke aber mehr als ein Geschwader, wie es hier in der Box zu finden ist, wird man nicht einsetzen.

Das letzte Modell der Box, teilt sich seine Gefechtsrolle mit dem PAH. Auch der Tornado ist der Inbegriff einer Glaskanone. Seine Waffe ist ein Minenwerfer, den er in kurzer Reichweite über feindlichen Fahrzeugen auslöst. Die Chance in Team Yankee hiermit auch einen MBT zu knacken ist dabei durch den hohen AT Wert nahezu garantiert. Vorausgesetzt der Tornado kommt in der Runde auf das Feld und wird nicht vorher von der Luftabwehr beharkt.

Die Tornados sind ein bisschen Glücksspiel, es sei denn ihr legt eure ganze Taktik auf den Einsatz der Jagdbomber aus und könnt ihre Ankunft durch die Zerstörung der gegnerischen Luftabwehr absichern. Ich persönlich liebe den Düsenjäger. Er war einer der Gründe warum mich die Westdeutschen, bzw. sogar Team Yankee, überhaupt angesprochen haben. In der Box befinden sich zwei Jets. Die Trefferwahrscheinlichkeit eurer Luftnahunterstützung erhöht sich signifikant, wenn ihr vier von ihnen einsetzt. Wenn ihr also auch Fans dieser zweistrahlige Donnervögel seid, dann empfiehlt sich hier in absehbarer Zeit eine weitere Box.

 

 

FAZIT:

Was ist also das Fazit zur „Panzeraufklärungskompanie“ als Starterbox der Westdeutschen für Team Yankee? Für 81-90€ je nach Händler ist sie auf jeden Fall ihren Preis wert. Das kleinformatige Regelwerk ist überaus praktisch und die Modelle in der Box sind alle äußerst schick. Die Zusammenstellung ist etwas ungewöhnlich. Bei 100 Punkten nur 5 Panzer mitzuführen wirkt etwas befremdlich, ist aber innerhalb der Team Yankee 2.0 Starterboxen normal. Außerdem ist der Leo 2A5 extrem resilient und der Marder 2 mit seiner 50mm Kanone auch eine echte Bedrohung.

Für weiterführende Spiele würde ich dennoch für eine Entscheidung zwischen den Leo 2A5 und seinem älteren Bruder Leo 2 befürworten. Zusammen kosten die 5 Panzer viel zu viele Punkte (73 an der Zahl) und der Mangel an Luftabwehr wird schnell sichtbar. Neben einer Batterie (2-6) Gepard Flakpanzer und einem Infanteriezug (Bspw. dem Fuchs Aufklärungszug) bekommt man für die 22 Punkte der Leopard 2 bspw. auch noch 4 Leopard 1 Panzer und kann eine Marder 2 Einheit mit der größeren Kanone ausstatten.

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